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Aktuelles Heft

Cover Orientierung 3/2017

Heft 3/2017: Ins Gespräch bringen - Kommunikation als Basis

Themenvorausschau

  • Heft 3/2018: Kultur
  • Heft 4/2018: Bundesteilhabegesetz

Heft 3/2012: Lebensgeschichten - Biografiearbeit mit Menschen mit Unterstützungsbedarf


Heftcover

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

für diese Orientierung fragten wir Menschen, was das wichtigste Erlebnis in ihrem Leben ist:

Das Tollste in meinem Leben?

»Die Geburt meiner Tochter Sarah«
Sabrina Radtke ist tätig in der WfbM des Martinshof Rothenburg. Vor 8 Jahren wurde ihre Tochter Sarah geboren. Das Tollste in meinem Leben war die Geburt meiner Tochter Sarah. Sarah ist jetzt 8 Jahre. Ich unternehme sehr gern etwas mit ihr. Wir gehen gerne baden, fahren Fahrrad oder Inlineskates, gehen ins Kino, auf den Spielplatz oder in den Tierpark, backen Kuchen, fahren Schlittschuh oder spielen Kasse im Kaufmannsladen. Das macht Spaß mit Sarah.

Solche Schlüsselerlebnisse prägen unser Leben. Gerne erinnern wir sie. Schlüsselerlebnisse können aber auch traumatisch sein, können uns unser Leben lang verfolgen oder werden von uns über lange Zeit erfolgreich verdrängt. Schlüsselerfahrungen können auch zu  Lebensbrüchen führen.

Lebensgeschichten setzen sich zusammen aus Schlüsselerlebnissen aber auch aus vielen Alltagserfahrungen. Lebensgeschichten wollen wir mit dieser Orientierung aufspüren. Darüber hinaus wollen wir dazu anregen, sich diesen Lebensgeschichten zuzuwenden: der eigenen, der
von Menschen die uns nahe stehen, aber auch von den Menschen, die wir professionell begleiten.

Dabei geht es nicht nur darum die Lebensgeschichten zu hören, vielmehr geht es darum, das, was uns preis gegeben wird, zu verstehen, die Deutungen des eigenen Lebens in den Geschichten zu erkennen, die Konstruktionen der Biografie wertschätzend wahrzunehmen.
Wenn dies gelingt, werden Biografien lebendig, gelingt ein sich Nahe kommen.

Dabei kann es notwendig werden durch Biografiearbeit Lebensgeschichten erst wiederherzustellen (Erik Weber auf Seite 35), in  erschwerter Biografiearbeit (Seite 39) Menschen mit Lebensbrüchen z.B. durch Hospitalisierung zu unterstützen.

In den Texten dieser Orientierung wird deutlich: Biografiearbeit gelingt nicht einfach so. Sie muss gelernt werden. Methoden der Biografiearbeit werden in dieser Orientierung vorgestellt.

Achim Trobisch stellt am Ende dieser Orientierung fest: Lebensgeschichten durch Biografiearbeit lebendig zu erhalten bedeutet letztlich eine Wertschätzung gegenüber dem Leben.

Werden Sie zu denen, die, wie es Dieter Fischer formuliert, »verstehen wagen wollen«.

Ihr
Martin Herrlich

PDF-Icon Editorial und Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei, 125 kb)

Autoren dieser Ausgabe

Bader, Ines, Bereichsleitung im Werkstattverbund Kernen und Psychologischer Dienst der Remstal Werkstätten. Diakonie Stetten, Kernen.

Boderke, Friedhelm, Neresheim

Bollag, Dr. Esther, Feuerherz, Hamburg

Brand, Christa, Gesundheitscoach, Supervisorin, Mitarbeiterin in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen, Bethel.regional

Fischer, Dr. phil. Dieter, Akad. Dir., Universität Würzburg (Lehrstuhl Sonderpädagogik II). Rege Autorentätigkeit; Referent bei einer Vielzahl von Veranstaltungen und zu unterschiedlichsten Anlässen. Igersheim.

Groß-Winter, Günter, Dipl. Psychologe im Psychologischen Dienst der Werkstatt Bruckberg, Diakonie Neuendettelsau

Ipsen, Britta, Leitende Physiotherapeutin im Erlenbusch, einer Einrichtung für Kinder mit Schwerstmehrfachbehinderung der Martha-Stiftung Hamburg. www.martha-stiftung.de

Kieschnick-Pagenkopf, Andreas, Qualitätsmanagementbeauftragter am Martinshof Rothenburg, Diakoniewerk

Lindmeier, Prof. Dr. Bettina, Institut für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover Abteilung Allgemeine Behindertenpädagogik, Arbeitsschwerpunkte (Auswahl): Alter und Behinderung, Inklusion, Wohnen, Erwachsenenbildung, http://bettina.lindmeier.phil.uni-hannover.de

Lindmeier, Prof. Dr. Christian, Univ. Prof. an der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau, Institut für Sonderpädagogik Lehrstuhl für Grundlagen sonderpädagogischer Förderung, Landau, www.sonderpaedagogik-uni-landau.de

Matzey, Nancy, Mitarbeiterin in den Offenen Hilfen der Diakonie Kork, Kehl-Kork

Miethe, Prof. Dr. Ingrid, Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Oermann, Lisa, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt »›Anders alt?!? Lebensqualität für ältere Menschen mit geistiger Behinderung«; Mitarbeiterin der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück, Dipl.Päd, Erwachsenenbildnerin; Arbeitschwerpunkte: Arbeit mit älteren Familien, Hilfeplanung/persönliche Zukunftsplanung in Werkstätten; Erwachsenenbildung www.os-hho.de/hho/projekte/projekt-anders-alt.html

Piereth, Martin, Dipl. Päd. Univ., tätig in den Bruckberger Heimen der Diakonie Neuendettelsau, Bruckberg

Schippmann, Nadin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt »›Anders alt?!‹ Lebensqualität für ältere Menschen mit geistiger Behinderung«; Mitarbeiterin bei outlaw, Sozialwissenschaftlerin MA, Arbeitsschwerpunkte: Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement – www.os-hho.de/hho/projekte/projekt-anders-alt.html

Schlichting, Dr. Helga, Förderschullehrerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Sonder-und Sozialpädagogik, Universität Erfurt, www.uni-erfurt.de

Trobisch, Achim, Martinshof Rothenburg, Diakoniewerk

Weber, Prof. Dr. Erik, Professor im Studiengang Integrative Heilpädagogik/Inclusive Education an der Evangelischen Hochschule Darmstadt, www.eh-darmstadt.de

Woitsch, Ingeborg, Schreibwerkstatt in Berlin für Poesietherapie und Biografiearbeit. Redakteurin der BundesElternVereinigung für PUNKT UND KREIS. Projektleitung der »mittelpunkt«-Schreibwerkstätten. Berlin. www.mittelpunktseite.de / www.verband-anthro.de / www.bev-ev.de

PDF-Icon Autorenverzeichnis und Impressum (PDF-Datei, 542 kb)

Leseproben

Erzähl mir deine Lebensgeschichte!
Biografiearbeit professionalisieren
Prof. Dr. Ingrid Miethe, Universität Gießen

Ingrid Miethe stellt die Wurzeln von Biografiearbeit dar und spricht sich für eine Professionalisierung von Biografiearbeit aus. Menschen, die professionelle Biografiearbeit betreiben, müssen – so Miethe – zuerst an ihrer eigenen Biografie gearbeitet haben. Biografiearbeit bedarf einer sehr guten Fähigkeit zur Selbstreflexion, bedarf guter Kenntnis der eigenen biografisch sensiblen Punkte und blinden Flecke und benötigt ein Verständnis für die soziale Konstruktion von Biografien.

PDF-Icon Erzähl mir deine Lebensgeschichte!
(PDF-Datei, 237 kb)

MEIN wichtigstes Lebens-Ereignis
Biografische Schlüsselsituationen
Nancy Matzey, Offene Hilfen der Diakonie Kork

»Was war ein besonders prägendes Erlebnis in ihrem Leben?« fragt Nancy Matzey, Mitarbeiterin in den Offenen Hilfen der Diakonie Kork,
vier Menschen mit Unterstützungsbedarf. Gemeinsam haben die vier Befragten, dass Sie alle in der Diakonie Kork wohnen.
Die Antworten geben Einblick in biografische Schlüsselsituationen aus ganz persönlicher Sicht.

PDF-Icon MEIN wichtigstes Lebens-Ereignis
(PDF-Datei, 154 kb)

»Was gibt es Schöneres als ein Herzstück unter dem eigenen Herzen getragen zu haben?!«
Stellvertretende Biografiearbeit mit Eltern von Kindern mit schwerer Behinderung
Prof. Dr. Christian Lindmeier, Universität Landau

In der Arbeit mit alten Menschen mit Demenz ist Biografiearbeit ein Türöffner, um in Kontakt zu treten. Angehörige spielen dabei eine  wichtige Rolle, sind Sie es doch die zumindest in Teilen die Biografie der Menschen teilen und damit kennen. Vergleichbares gilt auch in der Arbeit bei Menschen mit schwerer Behinderung. Auch hier sind es die Eltern, mit denen stellvertretende Biografiearbeit angebahnt werden kann, meint Christian Lindmeier und berichtet von seinem in den Jahren 2008/2009 an der Universität Landau durchgeführten Projekt zur  stellvertretenden Biografiearbeit mit Eltern von Kindern mit schwerer Behinderung.

PDF-Icon »Was gibt es Schöneres als ein Herzstück unter dem eigenen Herzen getragen zu haben?!«
(PDF-Datei, 195 kb)

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