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Aktuelles Heft

Cover Orientierung 3/2017

Heft 3/2017: Ins Gespräch bringen - Kommunikation als Basis

Themenvorausschau

  • Heft 3/2018: Kultur
  • Heft 4/2018: Bundesteilhabegesetz

Heft 2/2014: Helden?

Heftcover

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

woran denken Sie, wenn Sie an Helden denken? Sind das die, die nicht sagen »Darum sollte sich wer anderes kümmern « oder »Ich würde ja helfen, aber mir fehlt die Zeit«? So beschreibt es Raul Krauthausen auf Seite 33 dieser
Orientierung. Krauthausen hat die »Sozialhelden« mitbegründet und möchte mit diesen Probleme erkennen, darauf mit innovativen Projekten aufmerksam machen und sie im besten Fall beseitigen. Ein Held?

Oder sind das die, die ganz Großes vollbringen? Die im notwendigen Widerstand gegen eine Sache ganz vorne stehen und dabei das Leben riskieren wie z.B. Sophie Scholl im Dritten Reich, deren Hinrichtung durch die  Nationalsozialisten sich dieses Jahr zum 70sten Male gejährt hat? Eine Heldin?

Vielleicht denken Sie auch an den einen oder anderen Westernhelden? Oder an Lara Croft, Batman oder Superman, an den Ironman oder an andere Sportlegenden – egal ob gedopt oder ungedopt? An Lucky Luke, an Kriegerdenkmäler oder den Heldenfriedhof?

Oder sind Sie gar selber ein Held oder eine Heldin?

Haben es Menschen, die in der Behindertenhilfe arbeiten verdient oder notwendig, als Helden gesehen zu werden? Oder geht es nur darum »das zu tun, was zu einem passt«? So sagen es Deniz Gebauer und Thomas Engel auf Seite 1, die sich beide in der Ausbildung zur Heilerziehungspflege befinden.

Für Frank Dieckbreder gibt es einen Unterschied zwischen Heldentum früher und dem heutigen Helden des Alltags. Seine These: Menschen die in der sozialen Arbeit aktiv sind, sind Helden des Alltags. Allerdings muss das heutige Heldentum vom »Mythos der Aufopferung bereinigt werden« (Seite 4).

Bundesverdienstkreuz? Kronenkreuz? Heldenauszeichnungen? Eitelkeit oder Stille?

Und was ist mit den Menschen, die Corinna Scherwath »Überlebenshelden « nennt? Menschen, die durch traumatische Erfahrungen gegangen und dadurch stark geworden sind. »Jemand, der noch nicht so viel durchgemacht hat wie ich, hätte diese Tage dort vielleicht nicht überstanden!« (Seite 12).

Die aktuelle Orientierung widmet sich Helden. Und, weil es gar nicht so einfach ist mit dem Thema steht hinter dem Titel ein deutliches Fragezeichen!

»Unglücklich das Land, das Helden nötig hat.« hat Bertolt Brecht einmal gesagt. Welches Heldenbild er dabei im Kopf hatte? An welche Heldin er gedacht hat?

Stöbern Sie durch die Orientierung und machen Sie aus Fragezeichen Ausrufezeichen.

Herzlich Ihr

Martin Herrlich

PDF-Icon Editorial und Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei, 73 kb)

Autoren dieser Ausgabe

Auer, Annika, 33 Jahre, Gründungsmitglied von Junge Helden e.V., unterstützt den Verein Junge Helden seit 2003. Sie ist verantwortlich insbesondere für die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Projektmanagement.

Beeres-Fischer, Eva, Diplompädagogin, Amt für Jugendarbeit der evangelischen Kirche von Westfalen, Jugendbildungsstätte Nordwalde, Fachbereich Inklusive Pädagogik, Trägerin der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland

Boderke, Friedhelm, lange Jahre leitender Mitarbeiter in der Samariterstiftung Neresheim, jetzt im Ruhestand

Bollag, Dr. Esther, Leiterin des Zedis, Zentrum für disability studies, Hamburg

Bos-Eisolt, Susanne, Juristin und Bundesbeamtin, seit 5 Jahren Leiterin der Ordenskanzlei des Bundespräsidenten, Berlin, www.bundespraesident.de

Burbach-Tasso, Ute, Pressesprecherin der Diakonie Deutschland, Berlin

Dieckbreder, Prof. Dr. Frank, Studiengangsleiter »Diakonie im Gemeinwesen – Soziale Arbeit und Diakonik«, Lehrstuhl für Theorie und Methoden der Sozialen Arbeit, Fachhochschule der Diakonie, Bielefeld

Engel, Thomas, Fachschüler an der Evangelischen Fachschule für Heilerziehungspflege Schwäbisch Hall

Gebauer, Deniz, Fachschülerin an der Evangelischen Fachschule für Heilerziehungspflege Schwäbisch Hall

Graf-Fischer, Gisela, Samariterstiftung, Behindertenhilfe Ostalb, Aalen

Herrlich, Martin, Evang. Fachschule für Heilerziehungspflege Schwäbisch Hall, www.hepschule-sha.de und Redaktion der Orientierung, www.beb-orientierung.de

Hoffmann, Svenja, Bildungsreferentin & Fundraiserin, tätig in der Bildungsarbeit für Menschen mit Behinderung in der Ev. Jugendbildungsstätte Nordwalde und im ESF- Projekt »Weichensteller« der ökumenischen  Bundesgeschäftsstelle der Bahnhofsmission in Berlin.

Kahled, Ischan, arbeitet im Café Samocca, Aalen

Kambach, Hartmut, Samariterstiftung, Behindertenhilfe Ostalb

Krauthausen, Raul, Aktivist, gründete neben verschiedenen Projekten auch den Verein Sozialhelden.de. Heute ist er besonders für Wheelmap.org, Leidmedien.de und Themen, wie Inklusion, Kommunikation zwischen  Unternehmen und Vereine und modernen Aktivismus in Berlin und der Welt unterwegs. www.raul.de

Kürzinger, Johanna, Geschäftsführung siaf e.V. – sozial integrativ aktiv für Frauen, München, www.siaf.de

Muntzinger, Siegfried, arbeitet in der Tagesförderstätte im Sonnenhof, Schwäbisch Hall

Rauch, Inge, Dipl.Sozialpädagogin/Heilpädagogin i.R., beruflich zuletzt aktiv als Leiterin einer Frühförderstelle.

Rittmann, Marita, Geschäftsführerin im ISBZ, Integratives Sport- und Betreuungszentrum der Astrid Lindgren Schule, Willstätt-Hesselhurst, www.isbz-als.de

Sailer, Alicia, Heilerziehungspflegerin, Fachpädagogin für Unterstützte Kommunikation, tätig im Sonnenhof e.V. Schwäbisch Hall, www.sonnenhof-sha.de, www.kommunikation-uk.de

Schäfer, Maja, Journalistin und Hörfunkmoderatorin, Sachbuchautorin. Tätigkeit u.a. für Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, Manager Magazin Online. Sachbuchveröffentlichungen im Elsevier Verlag, Ch. Links Verlag und  Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag unter dem Autorennamen Maja Roedenbeck (www.majaroedenbeck.de). Themenschwerpunkt: Berufseinstieg & junge Karriere. 2011 Projektleiterin der mehrfach preisgekrönten Onlinekampagne »SOZIALE BERUFE kann nicht jeder« (www.soziale-berufe.com) bei der Diakonie Deutschland. Berlin

Scherwath Corinna, Pädagogisch-Therapeutisches Fachzentrum, Hamburg (Winterhude), www.paedagogisch-therapeutisches-fachzentrum.de

Ströbele, Ina, Schwester eines behinderten Bruders, Praxis für Lebensberatung, Biografiearbeit und Seelsorge, seit 1980 aktiv in der Angehörigenarbeit als Vorsitzende des Beirats der Angehörigen/Betreuer (BAB) des Standorts Wilhelmsdorf und der Zieglerschen Behindertenhilfe gGmbH, von 2009 – 2013 Sprecherin des ersten legitimierten Beirats der Angehörigen und Betreuer im Bundesverband evangelischer Behindertenhilfe (BAB im BeB), Initiatorin von Seminaren für erwachsene Geschwister von Menschen mit Behinderung (mit PartnerIn) und Mütter behinderter Kinder (Mütter-Verwöhn-Wochenende)

PDF-Icon Autorenverzeichnis und Impressum (PDF-Datei, 78 kb)

Leseproben

Die Frau mit der Verdienstmedaille
Svenja Hoffmann, Bundesgeschäftsstelle der Bahnhofsmission, Berlin

»Ich freue mich sehr auf meine Reise nach New York!«, erzählt ein junger Mann mit Down-Syndrom bei seinem Familientreffen. Fragende Blicke wandern durch den Raum in Richtung Eltern des jungen Mannes. Kann das wirklich sein, dass er, ein Mann mit geistiger Behinderung, ohne seine Eltern nach Amerika fliegt? Ja, es kann sein, denn auch in den letzten Jahren nahm er schon regelmäßig an den Studienfahrten der Evangelischen  Jugendbildungsstätte in Nordwalde (Jubi) teil. Die Fahrten führten ihn nach Wien, Rom und Paris - warum also nicht auch über den großen Teich?

PDF-IconDie Frau mit der Verdienstmedaille
(PDF-Datei, 214 kb)

Vor Aufregung wäre er fast aus dem Rollstuhl gefallen
Alicia Sailer, Sonnenhof e.V. Schwäbisch Hall

Im Porträt: Helden des Alltags

PDF-Icon Vor Aufregung wäre er fast aus dem Rollstuhl gefallen
(PDF-Datei, 177 kb)

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Kerbe – Forum für soziale Psychiatrie
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Schau doch meine Hände an

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