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Heft 1/2015: Glück

Heftcover

Editorial

Sind Sie glücklich, liebe Leserin, lieber Leser?

Das fragen wir Sie. Das haben wir auch eine Fülle von Personen gefragt. Die Antworten, warum und wann diese Menschen glücklich sind, finden Sie in Statements quer durch das Heft. Die Aussagen sind so breit wie das Glück selber.

Was ist eigentlich Glück, haben wir einen Glücksforscher gefragt. Bellebaum (S. 5) stellt fest, dass Glück viele Gesichter hat.

Was sagt die Psychologie übers Glück? Antworten finden Sie bei Quitmann ab Seite 19.

Ist selig sein gleichbedeutend mit glücklich sein? Lesen Sie mehr in unserer Besinnung ab Seite 14.

Der Philosoph Aristoteles hat vor über 2000 Jahren behauptet, dass der Mensch vor allem glücklich sein will, das Glück sei die Kernantriebsfeder des Menschen. 2000 Jahre später stellt der US-Psychologe Mihaly Csikszentmihaly fest, dass Glück um seiner selbst willen angestrebt wird, während jedes andere Ziel – Gesundheit, Schönheit, Geld oder Macht – nur geschätzt wird, weil man glaubt, dass es glücklich macht. Er sagt, wenn wir Glück empfinden, fühlen wir uns im Fluss. Der »Flow« stellt sich ein wenn

  • man konzentriert einer Sache nachgeht,
  • selbst bestimmt handeln kann,
  • keine Unterforderung (boreout) noch Überforderung (burnout) erlebt,
  • ein klares Ziel vor Augen hat und
  • ein unmittelbares Feedback erhält.

Flow bringt Befriedigung und Verlust des Zeitgefühls und der Selbstwahrnehmung; wir sind glücklich, wenn wir in einer Sache »aufgehen«.

Oder sollten wir es lieber mit Dichter Clemens Brentano halten:

Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
Vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht,
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

Glück ist Regen, wenn es heiß ist,
Glück ist Sonne nach dem Guss,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst,
Glück ist auch ein lieber Gruß.

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

Machen Sie es wie Brentano: Freuen Sie sich einfach Ihres Lebens. Vielleicht stellt sich das Glück dann ganz von alleine ein?

Viel Glück wünscht
Martin Herrlich

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PDF-Icon Inhaltsverzeichnis (PDF-Datei, 93 kb)

Autoren dieser Ausgabe

Bader, Ines, 35 Jahre in der Diakonie Stetten als Dipl. Psychologin tätig, 19 Jahre ehrenamtlicher Einsatz im Redaktionskreis der Orientierung, geht nun in den Ruhestand

Bellebaum, Dr. Alfred, o. Univ.-Professor (em), Universität Koblenz-Landau/Koblenz sowie Honorarprofessor - Philosophische Fakultät Universität Bonn. www.bellebaumglueck.de

Bollag, Dr. Esther, Zentrum für Disability Studies an der Evangelischen Hochschule des Rauhen Hauses, Hamburg

Diekmann, Rosalie, nach dem Abitur sammelte sie Erfahrungen in einem Betheljahr im Haus der Stille, Mutterhaus der Sarepta Schwesternschaft. Studiert zurzeit Biologie und Germanistik auf Lehramt im 6. Semester. Bielefeld.

Dittrich, Klaus, Polsingen

Ellerbrock, Marion, Wildeshausen

Fabriz, Friedrich, Kehl

Geiger, Stefan, Leiter der Klinischen Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation der Zieglerschen – Behindertenhilfe in Wilhelmsdorf und Martinshaus Kleintobel, Realschule für Erziehungshilfe, Therapeutisch – seelsorgerlicher Fachdienst

Graf-Fischer, Gisela, Dipl. Sozialpädagogin, Bereichsleiterin Wohnen, Samariterstiftung, Behindertenhilfe Ostalb, Aalen

Hafner, Wolfgang, ist an der Oberlinschule der Diakonie Kork als Musiktherapeut beschäftigt (www.diakonie-kork.de) und 1. Vorsitzender des Fördervereins Wassertropfen Kork e.V. (www.wassertropfen-kork.de), Kehl-Kork

Herrlich, Martin, Evangelische Fachschule für Heilerziehungspflege Schwäbisch Hall www.hepschule-sha.de und Redaktion Orientierung www.beb-orientierung.de

Klemm, Marisa, Gruppenleiterin der Grünen Gruppe im Erlenbusch der Martha Stiftung, Haus für 40 Kinder von Geburt bis zum Ende der Schulpflicht mit schweren und mehrfachen Behinderungen, Hamburg, zurzeit in Mutterschutz

Leisinger, Michael, Theodor-Frey-Schule, Eberbach, www.tfse.de

Liedel, Erna und Jürgen, Himmelkron

Mletzko, Uwe, Pastor, Vorsitzender des Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB), Berlin, www.beb-ev.de, Vorstandssprecher des Vereins für Innere Mission Bremen, www.inneremission-bremen.de

Morlock, Katrin, Behindertenhilfe Ostalb, WG HPI

Müller, Sebastian, studierte Sozialwissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg. Nach seinem Volontariat im Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV) war er unter anderem für die Abendzeitung und die Diakonie Neuendettelsau tätig. Lebt in Fürth bei Nürnberg.

Muß, Andreas, Neuendettelsau

Oberdorfer, Martin, 30 Jahre, Behindertenhilfe Ostalb, wohnhaft in Aalen

Quitmann, Dr. Helmut, Wiss.Dir. a.D., Dipl.Psych., Lehrer, Gestaltpädagoge (grad, FPI)

Robbe, Teo, Wildeshausen

Schneider, Dr. Thomas, Politische Kommunikation/PR, Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V., BeB, Berlin

Schwab, Martha, Neuendettelsau

Simon, Jutta, Leiterin HPCA-Werkstätten und Förderstätte, Oberschleißheim, www.hpca-werkstaetten.de

Stefan, Frank, Pfarrer, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Kork, Kehl-Kork, Mitglied des Vorstands des Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB)

Trobisch, Achim, Diakon und Dipl. Sozialpädagoge, Leiter Heilpädagogische Einrichtung, Martinshof Rothenburg Diakoniewerk

von Hirschhausen, Dr. med. Eckart, Arzt, Komiker, Autor und Moderator, Glücksexperte, Berlin, www.hirschhausen.com

von Horn, Anette, Wildeshausen

Wallmüller, Bettina, Neuendettelsau

Will, Friederika, tätig in der Öffentlichkeitsarbeit im Ökumenischen Gemeinschaftswerk Pfalz GmbH, Landstuhl, www.gemeinschaftswerk.de

Wolf, Philip, nach dem Abitur sammelte er Erfahrungen in einem Betheljahr in der Mamre-Patmos-Schule. Studiert zurzeit Englisch und Biologie auf Lehramt im 4. Semester. Bielefeld.

Wölfl, Dr. Edith, SoRin i.R., 33 Jahre an der Wichern-Schule in München tätig, 17 davon als Schulleiterin

Würz, Melissa, kommissarische Gruppenleiterin der Grünen Gruppe im Erlenbusch der Martha Stiftung, Haus für 40 Kinder von Geburt bis zum Ende der Schulpflicht mit schweren und mehrfachen Behinderungen, Hamburg

PDF-Icon Autorenverzeichnis und Impressum (PDF-Datei, 59 kb)

Leseproben

Bin ich meines Glückes Schmied?
Frank Stefan, Diakonie Kork, Kehl-Kork

Haben wir in Einrichtungen Steuerungsmöglichkeiten um Glück zu erleichtern, fragt sich Frank Stefan, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Kork in Südbaden. Dabei definiert er in seinem Beitrag das Glück als »vollkommenen, dauerhaften Zustand intensivster Zufriedenheit«. Stefan betont, dass man niemand glücklich machen kann, gestaltbar sind lediglich die Rahmenbedingungen für Glück: eine konkrete Herausforderung für Institutionen!

PDF-IconBin ich meines Glückes Schmied?
(PDF-Datei, 157 kb)

Wenn ich so sein darf, wie ich bin
›Anleitung zum Unglücklichsein‹ – oder die Frage nach dem Glück
Stefan Geiger, Zieglersche – Martinshaus Kleintobel, Horgenzell

»Was heißt hier behindert?« Seit Jahrzehnten eine geläufige Formel in der Behindertenhilfe. Doch was heißt behindert wirklich – und wer ist es? Stefan Geiger hat sich auf den Weg in eine Sonderschule, dem Martinshaus Kleintobel in Ravensburg, gemacht. ›E‹ – für ›Erziehungshilfe‹. Er trifft sich dort mit 10.-Klässlern im Reli-Unterricht und wollte es genau wissen.

PDF-Icon Wenn ich so sein darf, wie ich bin
(PDF-Datei, 168 kb)

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